Jan Hostettler

 

STROLL/FALL Nr. 31 – 40

Print, Schrotflintenpatronen, Rahmen

je 55 x 50 x 5 cm

Kunsthalle Basel, Regionale 14

 

 

 

Jan Hostettler zeigt Fotografien, die 2012 während einer vierzigtägigen Wanderung auf der Via Francigena vom Col du Grand  Saint-Bernard bis nach Rom entstanden sind. Täglich fotografierte Hostettler eine Ansicht der Landschaft, die er teils allein, teils in Begleitung, zu Fuss durchquerte.
Die Auswahl von zehn schwarz-weissen Fotografien hält Eindrücke der sich von Norden nach Süden verändernden Landschaft fest. Dabei beschränkt er  sich auf eine Aufnahme, die damit das Moment des physischen wie mentalen Innehaltens auf dem Weg dokumentiert. Beim Abschreiten der in einer Reihe gehängten Fotografien vollzieht der Betrachter den Fortgang und die Dauer des Weges sowie seine physische Anstrengung nach.
Die Serie vermittelt eine Auseinandersetzung mit den Parametern, die das Bild einer Landschaft entstehen lassen: Standpunkt und Perspektive, mittels derer das Bild aus der kontinuierlichen Umgebung ausgewählt wird. Jede Fotografie ergänzt er mit der Hülse einer Schrotpatrone, die er unterwegs systemtisch gesammelt hat. Neben der Analogie des Fotografierens und Schiessens, die beide einen Ausschnitt der Umgebung belegen, sind diese Objekte materielle verweise auf Landschaft als natürlichen, sozialen, gesellschaftlichen und historischen Raum.

 

Ruth Kissling, Kunsthalle Basel

 

 


 

RUN OUT Nr.: 2

Tusche aus Wand, 200 Linien

Kantonale Jahresausstellung Kunstmuseum Olten

 

 


DOGGYSTYLE PANELS

Gypsumpanels, Rope, Metal

 

 

 

 


 

UTOPIA, BY THOMAS (1516)
Inkjet on Paper

 

Thomas Morus Utopia Jan Hostettler 2013

 

Der englische Staatsmann und Humanist Thomas Morus, beschreibt 1516 in seiner Schrift „Utopia“ einen Idealstaat, in dem „Milch und Honig fliesst“ und alle Menschen gleich und frei sind.

Die gleichnamige Tomatenkonserve erzählt die Geschichte von Konsum, Verpackung und Versprechen, von der Haltbarkeit einer Idee, einer Vision. Im Kontext der Kunst fragt sie nach Authentizität und Verwertung.

 

In his novel “Utopia”, written in 1516, the English humanist and politician Thomas Moore describes a peaceful state in which everyone is farmer and citizen, all the inhabitants are equal and life is free and fortunate.

The photograph of the found tomato conserve speaks to us of products and consumerism, the promises of labels and the construction and imagery of nationalism and colonialism.

 

 


 

KREIDEKREIS
Pigment, Kreide, Flügeltoröffner, Holz
Raum FALKO, Basel

 

 

 

Die Arbeit Kreidekreis besteht aus zwei Toröffnern und einer arm-ähnlichen Verlängerung aus Holz an welcher blau eingefärbte Kreide befestigt ist.

Die beiden Teile der Installation beschreiben je einen Viertelkreis und bewegen sich kontinuierlich auf einander zu und wieder voneinander weg, vermessen und bezeichnen den Raum – den Boden, die Wand – wie ein Tanz, immer und immer wieder.

 

Chalk Circle is a drawing installation composed of a mechanical arm (similar to an automatic door closer), which endlessly draws an arched line on a wall in bright blue chalk. The work is defined by the room, and by extension the artist’s intervention within it, by marking the space in a definitive way. It’s a never ending dance, continuum of movement, rhythm and squeaking and a drawing of the room by the falling dust. It creates a poetic moment by using a mechanism which could not be more far away from poetic.

 

 

 


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